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Bei der Entwicklung eines Interfaces für eine Software sollte man auf jeden Fall John Maedas “Laws of Simplicity” berücksichtigen. John Maeda ist Professor am MIT Lab in Boston und forscht nach “generativem Design”. Seine Gesetze gibt es auch in ausführlicherer Form als Buch

Law 1 “Reduce: The simplest way to achieve simplicity is through thoughtful reduction.”
Zu viele Funktionen können eine Oberfläche überfrachten und unübersichtlich machen. Auf der anderen Seite darf man nicht elementare Funktionen weglassen, die der User benötigt. Man muss also eine Balance finden zwischen Komplexität und Einfachheit.

Law 2 “Organize: Organization makes a system of many appear fewer.”
Inhalte müssen geordnet und gegliedert werden. Folgende Fragen sollte man sich dabei stellen: Welche Funktionen kann man verstecken? Wo kann man sie unterbringen? Welche Funktionen passen zu welchen anderen Funktionen - kann man sie sinnvoll gruppieren?

Law 3 “Time: Savings in time feel like simplicity.”

Law 4: “Learn: Knowledge makes everything simpler.”

Law 5: “Differences: Simplicity and complexity need each other.”

Law 6: “Context: What lies in the periphery of simplicity is definitely not peripheral.”

Law 7: “Emotion: More emotions are better than less.”

Law 8: “Trust: In simplicity we trust.”

Law 9: “Failure: Some things can never be made simple.”

Law 10: “The One: Simplicity is about subtracting the obvious, and adding the meaningful.”

 

…anhand einiger Demos in diesem Video bei Robert Scoble. Man sieht, dass da bei Desktop-Applikationen noch einiges Potential im UX-Bereich brachliegt.

 

Endlich ein Wort für Navigationssysteme, die auf Tags beruhen und die eine interative Suche beinhalten: Multifaceted Navigation Systems. Gesehen in einem Artikel von Adaptive Path, den UX Gurus (die haben auch den Begriff AJAX erfunden).

 

Wer schon immer mal wissen wollte, wer hinter dem neuen schicken Design von Windows Vista steht, kann sich hier ein Interview von Robert Scoble mit Jenny Lam anschauen. Sie ist die User Experience Designerin von Microsoft. Ihre wichtigsten Aussagen:

  • Im Mittelpunkt des Designs steht für sie die User Experience. Es gehe nicht um Gadgets oder Logos, sondern darum die “Brand” in allen Designelementen und in der Interaktion komplett erlebbar zu machen.
  • Interessanterweise erzählte Lam, dass die Icons bei Vista nicht vektorbasiert seien, sondern in Ico-Files in Größen bis zu 500 KB vorliegen würden. Das Designteam habe nicht vektorbasiert gearbeitet, da es nicht möglich gewesen sei, mit Vektortools den Icons ähnlich gut Leben einzuhauchen wie mit Photoshop.