Gerade habe ich den Bestseller von Richard David Precht fertig gelesen. Ich habe ewig gebraucht (bestimmt ein halbes Jahr), weil die kurzen Kapitel dazu verleiten, das Buch in Portionen zu lesen.
Alle Kapitel befassen sich mit einer philosophischen Frage und sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: zuerst wird eine Anekdote aus dem Leben des Autors oder eines Philosophen erzählt, bevor dann der Bogen zum eigentlichen Thema geschlagen wird. Dieses Thema wird dann aus allen Blickwinkeln betrachtet.
Precht hat einen kurzweiligen, humorvollen und geistreichen Schreibstil, der mir an vielen Stellen viel Spaß bereitet hat. Allerdings wird es manchmal auch sehr detailliert, so dass man sich fragt, was die ein oder andere Einzelheit aus dem Leben des Philosophen xy mit dem Thema zu tun hat.
Spätestens ab der Mitte des Buches wird es dann richtig spannend. Hier geht es um philosophische Fragen, die unseren Alltag betreffen wie z.B. ob es überhaupt eine moralische Rechtfertigung gibt, dass wir Fleisch essen (Nein) oder was Liebe überhaupt ist (sehr komplex…). Abschließend werden auch die großen Themen besprochen, wie z.B. die Frage nach dem Sinn des Lebens oder nach dem Wesen des Glücks. Hier scheut sich Precht nicht, auch mal Monty Python zu Wort kommen zu lassen.
Das Gute an dem Buch ist, dass sich Precht bei der Besprechung der Fragen nicht auf Philosophen beschränkt, sondern immer auch Soziologen und Naturwissenschaftler (v.a. Hirnforscher) zu Wort kommen lässt, und zwar mit neuesten Erkenntnissen. So gewinnt man wirklich einen umfassenden Überblick und kann sich selbst eine Meinung bilden.





Ein Kommentar zu “Buchtipp: Wer bin ich und wenn ja, wie viele?”
6.10.2009 | 10:26 pm
Schön, dass es ab der Hälfte spannender wird
Im Moment dient das Buch leider vorwiegend als Laptopablage
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