Bei uns um die Ecke ist ein großer OBI-Baumarkt (Erlangen-Ost). Wir sind oft mit Jonas dort unterwegs, weil ein Baumarkt gerade für einen kleinen Jungen einen hohen Unterhaltungswert hat (ich sage nur Bohrmaschinen).

Was mir schon bei einem der ersten Besuche mit Kind dort auffiel, ist was alles in Reichweite für kleine Kinder rumliegt und rumhängt, z.B.  spitze Werkzeuge, Vorschlaghammer und - am Schlimmsten - Äxte ohne jeglichen Schutz! Hier mal ein paar Bilder von heute:

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Jetzt kann man argumentieren, dass ein Baumarkt kein Ort für Kinder ist. Das ist aber Quatsch, da es gerade OBI auf Familien als Kunden abgesehen hat und auch diverse Kinderartikel im Sortiment führt. Und jeder, der mit Kindern unterwegs ist, weiß, dass man Kinder nicht zu jedem Zeitpunkt im Auge haben kann und Kinder alles anfassen, was in Reichweite ist.

Daher kann ich es nicht fassen, dass diese Äxte in Reichweite für jedes kleine Kind ohne jeglichen Schutz an der Klinge und ohne jeglichen Schutz vor dem Herunterfallen mitten im Baumarkt rumhängen!

Diesen Missstand habe ich nun bereits dreimal (!) bei Angestellten im OBI angesprochen und jedes Mal hieß es “Oh, was sie nicht sagen. Da haben Sie aber Recht. Wir kümmern uns.” selbstverständlich ohne, dass etwas passiert wäre. Die nervigen Kunden halt…

Jetzt schreibe ich das mal hier im Blog und schicke eine Email mit Link auf den Post an die OBI-Zentrale. Mal schauen, ob das Web 2.0 für derlei Dinge gut ist.

 

SKETCHNOTES

Schluss mit den langweiligen Aufzeichnungen, die man normalerweise macht, wenn man einem Vortrag lauscht. Eva-Lotte Lamm verwandelt ihre Mitschriebe in herrlich kreative, leicht konsumierbare “gekritzelte” Infografiken:

DOODLE

Um seine Kritzelkratzel-Fähigkeiten zu trainieren, kann man es ja so machen wie David Jablow. Er hat einen Block vollgekritzelt, auf dessen Seiten immer dieselbe unfertige Comiczeichnung einer Frau abgebildet war. Herausgekommen sind dabei über 30 “Doodles”, die wirklich nicht kreativer ausfallen könnten…

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CHINESE WHISPERS SKETCHES

Eine andere lustige Zeichenübung sind “Chinese Whispers Sketches”. Man muss für diesen Spaß aber mindestens zu dritt sein. Ich habe über diese Beispiel-Skizzen richtig lachen müssen. Hier ist die Anleitung dazu:
1. First person writes a sentence
2. Hands the papaer over to person 2 who draws the sentence
3. Person 2 folds the sentence away so only the drawing is visible
4. Person 2 hands paper to Person 3
5. Person 3 writes a sentence summarising what he can see in the drawing.
6. Person 3 folds the drawing back so that only the sentence is visible
7. Person 3 hands the paper to person 4…

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.. sind einfach gut! So werden Informationen lebendig und für den Betrachter leicht verständlich! Besonders wenn es um trockene Politik geht…

 

Gerade habe ich den Bestseller von Richard David Precht fertig gelesen. Ich habe ewig gebraucht (bestimmt ein halbes Jahr), weil die kurzen Kapitel dazu verleiten, das Buch in Portionen zu lesen.

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Alle Kapitel befassen sich mit einer philosophischen Frage und sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: zuerst wird eine Anekdote aus dem Leben des Autors oder eines Philosophen erzählt, bevor dann der Bogen zum eigentlichen Thema geschlagen wird. Dieses Thema wird dann aus allen Blickwinkeln betrachtet.

Precht hat einen kurzweiligen, humorvollen und geistreichen Schreibstil, der mir an vielen Stellen viel Spaß bereitet hat. Allerdings wird es manchmal auch sehr detailliert, so dass man sich fragt, was die ein oder andere Einzelheit aus dem Leben des Philosophen xy mit dem Thema zu tun hat.

Spätestens ab der Mitte des Buches wird es dann richtig spannend. Hier geht es um philosophische Fragen, die unseren Alltag betreffen wie z.B. ob es überhaupt eine moralische Rechtfertigung gibt, dass wir Fleisch essen (Nein) oder was Liebe überhaupt ist (sehr komplex…). Abschließend werden auch die großen Themen besprochen, wie z.B. die Frage nach dem Sinn des Lebens oder nach dem Wesen des Glücks. Hier scheut sich Precht nicht, auch mal Monty Python zu Wort kommen zu lassen. 

Das Gute an dem Buch ist, dass sich Precht bei der Besprechung der Fragen nicht auf Philosophen beschränkt, sondern immer auch Soziologen und Naturwissenschaftler (v.a. Hirnforscher) zu Wort kommen lässt, und zwar mit neuesten Erkenntnissen. So gewinnt man wirklich einen umfassenden Überblick und kann sich selbst eine Meinung bilden.

 

Ende letzter Woche wurde die Website unseres Hotels bei cssmania.com gelistet. Seitdem haben wir bis zu 1.000 Besucher pro Tag (vorher 50). Und was noch lustiger ist: Die Website verbreitet sich in allen möglichen Designportale bis nach China. Hier der cssmania-Screenshot und drunter der Screenshot aus einer chinesischen Seite (Screenshot Nr. 29).

cssmania

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Cool, oder?

 

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Heute habe ich endlich ein Buch fertig gelesen, das mich ein Vierteljahr beschäftigt hat: „Die Mondscheinsucher – Mathematiker entschlüsseln das Geheimnis der Symmetrie“ von Marcus du Sautoy (im Original „Finding Moonshine“).

Du Sautoy schildert die bewegte Geschichte der Mathematik anhand seines eigenen Fachgebiets, der Gruppentheorie oder laienhaft ausgedrückt, der Symmetrieforschung. Das ist überraschend interessant, denn hinter den ganzen obskuren Formeln, die wir alle in der Schule zur Lösung von Gleichungen 2. oder 3. Grades (also x², x³ usw.) gelernt haben, stehen menschliche Dramen – angefangen bei den armen Mathematikern früherer Jahrhunderte, die keine geeigneten mathematischen Werkzeuge hatten bis hin zu jenen, denen der Ruhm für die Entdeckung einer Formel verwehrt blieb. Darüber hatte ich mir noch nie Gedanken gemacht und ich habe oft gedacht, dass die eine oder andere Anekdote aus dem Buch den Schulunterricht sicher auch für Matheallergiker interessanter gemacht hätte.

Die Abschnitte zur Symmetrieforschung sind auch ganz interessant, aber verstanden habe ich diese – anfangs einfache und später unglaublich komplexe Thematik – nicht wirklich. Es geht darum, symmetrische Objekte (also z.B. einen Würfel) zu bestimmen bzw. die Symmetrien von Objekten zu zählen (die so genannten Gruppen). Leider gibt es nicht besonders viele praktische Anwendungen dieser Forschung im Alltag eines normalen Menschen. Die Symmetrieforschung dient eher als Grundlagenforschung für Mathematiker und Physiker.

Die Gruppentheoretiker, von denen im Buch die Rede ist, haben ihr ganzes Leben der Suche nach Symmetriegruppen verschrieben. Die Zahl dieser Gruppen ist endlich und bis alle gefunden waren vergingen Jahrhunderte. Erst vor 30 Jahren war die Suche mit der Entdeckung des so genannten “Monsters” abgeschlossen – ein supersymmetrisches Objekt im 196883-dimensionalen Raum). Es brauchte einige sehr skurrile Typen und enormen Einsatz, um in diese mathematischen Sphären vorzudringen. Allein mal gesehen zu haben, zu welchen gedanklichen Leistungen diese Wissenschaftler fähig sein, hat das Buch für mich lesenswert gemacht.

Ach ja, was der Mondschein ist? Nun, das steht im letzten Kapitel des Buches, d.h. wer sich das Vergnügen nicht verderben will, sollte nicht weiterlesen.

Vor etwa 10 Jahren wurde die Verbindung des Monsters bzw. der Gruppentheorie mit der Stringtheorie aus der Physik nachgewiesen, welche wiederum Relativitätstheorie und Quantenphysik miteinander verbindet. Diese Verbindung ist sehr mysteriös und lässt einige Wissenschaftler darüber spekulieren, ob hier eines der inneren Geheimnisse des Universums zutage gefördert worden ist. Das „Monster“ so sagen sie, hat wie der Schein des Mondes, ein wenig Licht auf die verborgenen Geheimnisse des Universums geworfen.

Du Sautoy ist Mathematikprofessor an der Universität Oxford und seit Oktober 2008 Nachfolger von Richard Dawkins als „Professor for the Public Understanding of Science“.

 

Ein Online-Dienst, der Screenshots von Webdesigns in zig Browsern macht. Dauert zwar ne Weile, ist aber ganz lustig, was z.B. die Linux-Browser aus einem schönen IE-Layout machen…

 

Gerade eben gehabt auf wordpress.com:

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Schön, oder?

 

Das bekommt mir sehr bekannt vor, vor allem aus Beratungssituationen: Die Tatsache, dass man immer wieder versucht ist, sein eigenes Wissen auf das zu lösende Problem eines Kunden zu pressen anstatt offen und frei die bestmögliche Lösung für das Problem zu suchen. (Natürlich geben Kunden auch manchmal schon einen engen Korridor vor, so dass man dazu gar nicht die Chance bekommt.)

Meine Aufgabe als Projektmanager sehe ich darin, das zu vermeiden, mit einem möglichst freien Kopf an die Dinge ranzugehen und nach Bedarf Spezialisten dazuzuholen. Dazu braucht man natürlich vielfältige Erfahrung (sonst ist man wieder zu eingeengt) und vor allem ein breit aufgestelltes Team (womit wir bei Spirit Link zum Glück gesegnet sind), deren Kompentenzen und Fähigkeiten man kennen muss.

 

…findet man hier bei der New York Times. Neu ist diese Art der Darstellung nicht, aber ich finde gerade im Finanzbereich oder, allgemeiner gesprochen, wenn’s um Zahlen geht, diese Art des Informationsdesigns sehr passend.

 
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